Die besten Mitarbeiter

Woran Chefs hervorragende Mitarbeiter von durchschnittlichen und schlechten unterscheiden können, darum ging es beim Februar-Clubabend mit dem Bestseller-Autor Prof. Jörg Knoblauch. Und er ging noch einen Schritt weiter und gab Handlungsempfehlungen was zu tun ist, um sich von den unproduktiven Teammitgliedern zu trennen und vor allem, was Unternehmen tun können, um die guten zu halten.

Prof. Knoblauch, Spezialist für Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation, unterschied nach A-, B- und C-Mitarbeitern. Der A-Mitarbeiter arbeitet vollkommen selbstveranwortlich und zieht anderen mit, der B-Mitarbeiter erledigt seinen 9-to-5-Job und der C-Mitarbeiter schadet dem Unternehmen durch Unproduktivität und mangelnde Loyalität.

Klar machte Prof. Knoblauch, dass es nicht darum gehe, nur A-Mitarbeiter zu beschäftigen. Sondern wichtig sei, bei jeder Position genau zu schauen, welcher Mitarbeiter dafür der beste ist. Nur klar sei: „C-Mitarbeiter kosten Sie nicht nur Geld, anstatt es einzubringen, sondern sie vertreiben auch A-Mitarbeiter.“

Darum empfahl Prof. Knoblauch, Mitarbeiter über Leistungsbeurteilungen realistisch einzuschätzen – und sich von C-Mitarbeitern konsequent zu trennen. Sie zu einem B-Typ zu machen, sei nahezu unmöglich. A- und B-Mitarbeiter hingegen müssten im Gegenzug gepflegt werden. Bei den B-Typen gehe es auch darum, sie z. B. durch regelmäßige Fortbildungen und Schulungen möglicherweise zu A-Mitarbeitern zu machen. Prof. Knoblauch riet eindringlich: „Sie brauchen eine vernünftige Stratege zur Weiterbildung und eine gute Zielvereinbarung mit Zielen, die erreichbar, anspruchsvoll und messbar sind.“

Am besten sei natürlich, schon bei der Auswahl der Mitarbeiter sehr gründlich zu sein, Referenzen einzuholen, das künftige Team um eine Einschätzung zu bitten und den Mitarbeiter gründlich zu testen.

Prof. Jörg Knoblauch im Gespräch mit dem MC Präsidenten Willi Denecke.