Glück vs. Geld – Duell der Generationen

Das war ein JuMP-Auftakt nach Maß: Über 100 Besucher waren beim „Duell der Generationen” in der Eishalle am Seilersee dabei. Gespannt verfolgten sie die Diskussion zum Thema "Geld versus Glück", die Vertreter der jungen Generation Y und der gestandenen Unternehmergeneration Ü60 führten.

Am Ende war klar: Geld und Glück sind keine Gegensätze, sondern können sich gegenseitig ergänzen. Und dass Geld nicht alles ist, darüber bestand auf dem Podium auch Einigkeit. Darum herum gab es interessante, private Einblicke in die Leben der vier Unternehmer auf dem Podium: Thomas Selter (Selter GmbH), Klaus-Jürgen Maack (ERCO), Myra Mani (Mani OHG) und Sebastian Reese (Börsenhändler). Mal diskutierten, mal plauderten sie über beruflichen Erfolg und damit verbundene, private Einbußen, mal über Statussymbole wie Autos.

Börsenmakler Sebastian Reese gab frei zu, einst als Ziel gehabt zu haben, einen Ferrari zu fahren. Er bedauerte, dass – anders als in Amerika – ein solches Auto in Deutschland nicht für Erfolg stehe, sondern als Protz-Auto gesehen werden. Mit der Geburt seines Kindes seien jedoch auch für ihn anderen Dinge wichtiger geworden. Allerdings: Die Arbeit mache ihm noch immer so viel Spaß, dass sie weit oben stehe – und er maximal eine Woche Urlaub einlege. Thomas Selter sprach auch für die anderen als er erklärte, durchaus auch im Urlaub das Handy dabei zu haben und Mails zu checken: „Ich möchte doch danach nicht 3.000 E-Mails abarbeiten müssen, die kann ich auch locker am Strand löschen.” Die Besucher hörten, dass bei ERCO ebenso wie beim Pflegedienst und auch bei Selter das Wohl der Mitarbeiter an erster Stelle stehe und sich der Chef auch mal persönlich darum kümmert, dass unterm Strich jeder eine ausgewogene Work-Life-Ballance hat.

„Dafür sind wir halt Familienunternehmen”, so Thomas Selter. Zur Einstimmung in den Abend, durch den der WDR-Journalist Dr. Jan Philipp Burgard führte, gab Fabian Kapp (Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen) einen Überblick über das Thema. Anschließend wurden im aufgebauten Box-Ring die Argumente der Generationen ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, dass die Generationen mehr verbindet als teilt: „Wir sind alle Unternehmer und lieben offenbar alle unseren Job”, fasste Myra Mani, Geschäftsführerin des Lüdenscheider Pflegedienstes Mani zusammen. Darum war es für sie ebenso wie für die Herren auf der Bühne selbstverständlich, für Mitarbeiter auch am Wochenende erreichbar zu sein – und den Job im Zweifelsfall über das Privatleben zu stellen. Tänzerisch wurde das „Duell der Generationen” von den N'ice RooStars, dem Cheerleader-Team der Roosters begleitet.

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