Reishunger: von Online zu Offline

Ein spannendes Start-Up aus dem Food-Bereich, eine rasante Erfolgsstory und köstlicher Basmatireis waren die Erfolgszutaten für den April-Clubabend. Das Thema: „Von Online zu Offline – der umgekehrte Weg”. Der Referent: Sohrab Mohammad.

Er gründete 2011 gemeinsam mit seinem Kommilitonen Torben Buttjer die Reishunger GmbH, um den Beweis anzutreten: „Reis ist pappig und schmeckt nach nichts? – Von wegen!” Dank einer pfiffigen Online-Strategie beliefert das noch junge Unternehmen inzwischen Tausende Kunden mit über 300 Produkten rund um das Korn.

Beim Marketing Club berichtete der Jungunternehmer von unternehmerischen Zauberformeln, Garzeiten und Hunger nach Reis und von modernem – und von modernem Marketing, das aktuell den Weg von Online zu Offline geht, um auch in den führenden Delikatess-Regalen in der gesamten Republik mit den schick designten Verpackungen präsent zu sein. Das Ziel sei, Reishunger als Reis-Nobelmarke zu etablieren.

So rasant die bisherige Firmengeschichte ist, so alltäglich war der Anfang: Während eines Mittagessens in der Uni-Mensa fragten sich Sohrab Mohammad und Torben Buttjer, warum Reis in Deutschland immer weiß und pappig ist und nach nichts schmeckt. Da war Sohrab Mohammad als Sohn iranischer Eltern anderes gewohnt – nicht nur, weil Reis in der iranischen Küche eine zentrale Rolle spielt, sondern auch, weil Reis das sortenreichste und vielfältigste Grundnahrungsmittel der Welt ist.

Bald entstand die Idee, die Vielfalt von Reis selbst zu importieren, abzufüllen und via Onlineshop direkt zu vertreiben. Heute beschäftigt die Reishunger GmbH ca. 35 Mitarbeiter.

„Wir wollen eine Marke etablieren, unter deren Dach alle Spitzenreissorten vereint sind”, sagt Torben Buttjer. Er hatte vor der Gründung von Reishunger bereits eine eigene Firma betrieben, die mit Elektrobauteilen handelte, außerdem hatte er während eines Praktikums bei Kraft Foods ersten Kontakt mit der Lebensmittelbranche. Sohrab Mohammad hatte sich in seiner Diplomarbeit intensiv mit Marken-Entwicklung auseinandergesetzt.

Von einem Bremer Lebensmittelgroßhändler lernten die Jungunternehmer wie man guten Reis von schlechtem unterscheidet und viele weiter Details über das Korn. „Uns ist es sehr wichtig, genau zu wissen, woher unsere Ware kommt”, erklärt Sohrab Mohammad. Nach monatelanger Suche waren schließlich passende Produzenten für sechs Reissorten aufgetan. Maßgabe war es, die verschiedenen Sorten nur aus den Regionen zu beziehen, aus denen sie ursprünglich stammen.

Um ihren Qualitätsanspruch zu unterstreichen, legen die beiden großen Wert auf das Äußere ihrer Produkte und ausgeprägten Service, zum Beispiel durch Zubereitungstipps. „Wir möchten es schaffen, den Reishunger der Deutschen zu wecken”, sagt Sohrab Mohammad. Dieses erklärte Ziel gab der Firma schließlich ihren Namen: Reishunger.

Passend zum Unternehmensprodukt sorgte die Kochschule Capitol an diesem Abend für ein besonderes Catering: Küchenchef Armin Moser servierte Reis – natürlich von Reishunger – in diversen Zubereitungsvarianten, um die Besucher auch ganz praktisch von der Vielfalt der Reiskörner zu überzeugen.

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